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„Und was passiert danach?“ – Wie Axel Springer und die Humboldt-Innovation Akademie KI-Manager für die Medienbranche ausbilden

Mann mit Zeitung auf Zeitungshintergrund

Seit Jahren schult die Axel Springer Academy ihre Mitarbeitenden in Workshops im Umgang mit KI. Doch irgendwann stellte sich Ekaterina Schneider eine Frage: Was passiert eigentlich danach? Die Antwort ist ein neuer Zertifikatskurs, den die Journalistenschule gemeinsam mit der Humboldt-Innovation Akademie entwickelt hat. Wir haben mit Katrin Schütz, Leiterin der Humboldt-Innovation Akademie, und Ekaterina Schneider, Chief Learning Officer der Axel Springer Academy, darüber gesprochen, wie das Programm entstanden ist.

Am Anfang stand eine unbequeme Frage

Schneider hat in den vergangenen Jahren ein breites KI-Weiterbildungsangebot aufgebaut, von Grundlagen bis zur Automatisierung ganzer Arbeitsprozesse. Diese Grundfrage begleitete sie: „Wir können Menschen in Workshops für KI begeistern, ihnen neue Tools zeigen und sie befähigen, produktiver zu arbeiten. Aber was passiert danach? Wer übersetzt dieses Wissen in strategische Entscheidungen? Wer erkennt, welche Prozesse wir nicht nur optimieren, sondern grundsätzlich neu denken sollten?“

Für sie stand fest: „Für mich war irgendwann klar, dass wir darauf aufbauen müssen: Mit einem Programm, das über die reine Anwendung hinausgeht […].“

Exzellenz aus erster Hand

Für ein solches Programm braucht es Zugänge, die ein Medienhaus allein nicht hat. „Mit der Humboldt-Universität haben wir dafür einen starken akademischen Partner gewonnen“, sagt Schneider. Konkret ist es die Humboldt-Innovation, die auf Seiten der Universität die wissenschaftliche Weiterbildung verantwortet. Katrin Schütz beschreibt die Rollenverteilung ohne Umschweife: „Humboldt-Innovation stellt als Tochter der Humboldt-Universität zu Berlin die wissenschaftliche Expertise sicher. Für diesen Kurs konnten wir die herausragenden Experten der Humboldt-Universität im Themenbereich Künstliche Intelligenz als Referierende und wissenschaftliche Leitung gewinnen. Diesen Zugang bringt die Axel Springer Academy nicht mit.“

Konkret heißt das: Drei Professoren übernehmen Lehre und wissenschaftliche Leitung. Prof. Niels Pinkwart, Prof. Alan Akbik und Prof. Herbert Zech decken Informatik, maschinelles Lernen und IT-Recht ab.

Lernen am eigenen Fall

17 Wochen dauert der Kurs „KI-Manager: KI-Kompetenz für Medien und Verlagsprofessionals“. Am Ende steht keine Klausur, sondern ein Projekt, in dem die Teilnehmer*innen einen eigenen Use Case samt Zielbild und KPIs entwickeln. Warum dieser Praxisteil so zentral ist, erklärt Schütz: „Der Mehrwert für die Teilnehmer*innen liegt insbesondere in der praktischen Anwendung der Kenntnisse. Sie haben so die Chance aus den Use Cases der Kolleg*innen für die eigene Arbeit Wissen mitzunehmen und können darüber hinaus direkt ausprobieren, ob das Wissen für den konkreten Arbeitsalltag anwendbar ist.“

Wer den Kurs abschließt, erhält ein gemeinsames Zertifikat der Humboldt-Universität und der Axel Springer Academy im Umfang von fünf ECTS-Punkten.

Mehr als ein Kurs

Für Schütz ist das Programm auch ein Beispiel dafür, was Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft leisten können: „Der größte Mehrwert für Unternehmen in einer Kooperation mit der Humboldt-Innovation Akademie besteht in dem direkten Zugang zu den Fachexpert*innen und somit aktuellem Forschungsstand in den Themengebieten.“

Ekaterina Schneider fasst zusammen, worauf es aus ihrer Sicht ankommt: „Die eigentliche Herausforderung liegt heute nicht mehr im Zugang zur Technologie. Entscheidend ist, ob Menschen die Möglichkeiten und Grenzen von KI verstehen, fundierte Entscheidungen treffen und sie sinnvoll in ihren Arbeitsalltag übertragen.“

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